Neues vom Russensportplatz: Polizeirevier, Einkaufszentrum oder Luxuswohnungen statt Parkerweiterung?

CC BY-NC-SA 2.0 Thomas Stache

PIRATEN Dresden unterstützen Bebauungsplan und kritisieren Kuhhandel und Informationspolitik der Stadtverwaltung

Wie aus der Antwort der Stadt auf eine Ortsbeiratsanfrage hervorgeht, soll nun doch kein barrierefreier nördlicher Zugang zum Alaunplatz angelegt werden, da entgegen früherer Verlautbarungen der nördliche Teil des so genannten „Russensportplatzes“ vom Freistaat Sachsen nicht an die Stadt Dresden verkauft werden soll.

»Diese Nachricht ist sehr traurig, insbesondere für die Anwohner in den Seniorenresidenzen, welche – wie die Jugend auch – gerne den Alaunpark nutzen möchten«, erklärt hierzu Anna  Vogelgesang, Vorsitzende der Neustadtpiraten und engagierte Altenpflegerin. »Seit Jahren schauen die Bewohner des Pflegeheims auf die große, ungenutzte Fläche. Dass diese nun weiter brach liegen soll und sie keinen geeigneten Zuweg bekommen, ist für viele unverständlich!«

Die Piratenpartei Dresden fordert, dass in der jetzt entstandenen Situation einer lediglich teilweisen Übertragung des „Russensportplatzes“ unverzüglich der Bebauungsplan mit den vom Stadtrat beschlossenen Gestaltungselementen (A0285/10: Grünanlage, Kita, Spielplatz, Schule) für das Gesamtareal aufgestellt wird. Nur so kann effektiv sichergestellt werden, dass die Gesamtfläche zukünftig öffentlich genutzt werden kann. Möglichen Ambitionen des Landes, das Areal für z.B. eine Polizeistation, Luxuswohnungen oder gar für ein Einkaufszentrum zu nutzen, würde damit eine klare Absage erteilt werden.

Marcel Ritschel, Vorsitzender der Piratenpartei Dresden ergänzt: »Begrüßenswert ist, dass bei der Planung der Parkerweiterung eine Beteiligung der Bürger vorgesehen zu sein scheint. Es ist zu hoffen, dass das so gewonnene Meinungsbild sich dann auch in der Parkerweiterung niederschlägt. Besonders dreist ist jedoch, dass die Stadt und das Land die Verhandlungen in solch vollkommen intransparenter Weise führen und dass dermaßen wichtige Informationen wieder einmal eher zufällig und als Begleiterscheinung einer Ortsbeiratsanfrage öffentlich werden. Damit verletzt die Stadt ein weiteres mal den Beschluss A0285/10, welcher ja explizit eine Informationspflicht seitens der Stadt vorsah.«


Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Kommentare geben nur die persönliche Meinung desjenigen wieder, der sie schrieb. Durch die Bereitstellung der Kommentarfunktion machen sich die Betreiber dieser Website die Kommentare nicht zu eigen und müssen daher nicht derselben Meinung sein.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Nächste Termine

Jan
22
Mi
20:00 Hochschulpiraten @ Ro7
Hochschulpiraten @ Ro7
Jan 22 um 20:00 – 21:00
Offenes Treffen der Hochschulpiraten in der Rothenburger Straße 7
22:00 Stammtisch @ Blondes Louisenstr 74
Stammtisch @ Blondes Louisenstr 74
Jan 22 um 22:00 – 23:55
Stammtisch der (Hochschul-)Piraten Dresden
Jan
29
Mi
22:00 Stammtisch @ Blondes Louisenstr 74
Stammtisch @ Blondes Louisenstr 74
Jan 29 um 22:00 – 23:55
Stammtisch der (Hochschul-)Piraten Dresden
Jan
31
Fr
16:00 Piratensprechstunde @ Rothenburger Str. 7
Piratensprechstunde @ Rothenburger Str. 7
Jan 31 um 16:00 – 17:00
Du wolltest immer schonmal mit einem Stadtrat oder Bezirksrat über Kommunalpolitik reden? Du hast eine Idee, die du gerne teilen möchtest? Dich nervt irgendwas sehr, und die Stadt sollte das unbedingt ändern? Oder willst du einfach mal Piratenluft schnuppern und gucken, was wir stadtpolitisch so treiben? Dann komm zur Piratensprechstunde der Neustadtpiraten – jeden Freitag in ungeraden Wochen, 16 bis 17 Uhr in unserer Geschäftsstelle (Rothenburger Straße 7). Es empfangen dich unser Piraten-Stadtrat Martin Schulte-Wissermann und Piraten-Bezirksrat Jan Kossick.