SBR-Bericht Altstadt vom 18. März 2026: Pflanzkübel für die Seestraße, einige Förderungen und die zukünftige Radführung bei der ehemaligen Carolabrücke

Die März-Sitzung begann mit der Vorstellung der Planungen zur „Lebendigen Seestraße“. Wie im letzten Jahr soll den Sommer über wieder mit Pflanzkübeln und Sitzgelegenheiten eine gemütliche Oase zum Verweilen entstehen. Allerdings steht dieses Mal wegen einer Baustelle ab Juni weniger Platz auf der Seestraße zur Verfügung. Um die restlichen Stadtmöbel nicht ungenutzt zu lassen, wird damit in diesem Jahr auch auf der Pfarrgasse die Aufenthaltsqualität verbessert. Da das Projekt an sich gut angenommen wird, gibt es Untersuchungen, ob und wie das Ganze in den nächsten Jahren verstetigt werden kann. Allerdings gibt es wegen der Leitungen und Tiefgaragen Schwierigkeiten „bodengebundenes Großgrün“, also fest eingepflanzte Bäume, zu setzen. Inzwischen ist das Mobiliar auch aufgebaut: https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/03/pm_079.php

Besonders schön ist natürlich, dass auch an Radabstellmöglichkeiten gedacht wird.

Als Nächstes ging es um die Behandlung der Förderanträge. Beim Ersten ging es um die Unterstützung eines Konzertes zum Karfreitag. Konkret war Neapolitanische Kirchenmusik in der Annenkirche geplant. Die Fördersumme waren etwa 3000 Euro und der Antrag wurde angenommen.

Beim zweiten Antrag handelte es sich um die Unterstützung der Themenwoche Sucht in der Altstadt vom Ensemble La Vie e.V. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Spiel- und Mediensucht. Es ist ein Präventionsangebot für Schüler·innen, das früher im Medienkulturzentrum stattfand. Um die Kosten zu reduzieren, findet es dieses Mal in der Zentralbibliothek statt, wodurch Ausgaben für die Raummiete eingespart werden können. Die beantragte Fördersumme von etwa 12.000 Euro wurde bewilligt.

Beim dritten Antrag ging es um einen Zuschuss gemäß Aufgabenabgrenzungsrichtlinie für die Fortführung der Plaza des Heinz-Steyer-Stadions. Ergänzend zur bereits existierenden Bestuhlung durch versetzbare Sitzbänke sollen noch mobile Pflanzgefäße mit Blasenbäumen angeschafft werden. Die Fördersumme von 25.000 beinhaltet dabei auch die Pflege für die nächsten zwei Jahre. Es gab ein wenig Diskussion, wieso denn keine fest eingepflanzten Bäume gesetzt werden sollen. Die Erklärung dafür war, dass die Sitzbänke auch mobil sind und es so die Möglichkeit gibt, die Sitzelemente und Pflanzen für Veranstaltungen im Freien zu versetzen und so Platz zu schaffen. Der Förderantrag wurde dann angenommen.

Auch beim nächsten Antrag ging es um eine Förderung gemäß Aufgabenabgrenzungsrichtlinie. Geplant ist die Aufstellung eines weiteren Dialogdisplays, diesmal auf der Schäferstraße. Als geplanter Standort ist stadteinwärts auf Höhe der Hausnummer 71 oder 77 angedacht. Die Mittel in Höhe von 6.400 Euro wurden vom SBR bewilligt.

Vorlagen zur Beratung und Berichterstattung

Das Abendgymnasium soll zum Schuljahr 2026/2027 verlagert werden. Da die Förderzusage für die neue Schule an der Cockerwiese noch unsicher ist, wird in der Schule an der Pfotenhauerstraße mehr Platz für die Oberschule Johannstadt gebraucht. Daher soll das dort untergebrachte Abendgymnasium ins BSZ Wirtschaft an der Freiberger Straße umziehen. Für die Abendschule bedeutet das sogar eine Verbesserung des Platzangebots. Der SBR Altstadt hat das einstimmig für gut befunden.

Beim nächsten Punkt wurde es dann nochmal ein wenig spannend. Es ging um den Antrag vom Team Autoholger zur Beseitigung der Provisorien im Umfeld der ehemaligen Carolabrücke. Im Kern geht es dabei darum, die dort momentan noch durch Warnbaken realisierte Radverkehrsführung durch eine dauerhafte Lösung zu ersetzen. Die Verwaltung steht dem Vorschlag positiv gegenüber, geht es schließlich auch um die Reduzierung der Kosten für die gemieteten Verkehrsleitbaken zur Abgrenzung des Radweges. Seitens der Verwaltung läuft dazu bereits eine Untersuchung inklusive Verkehrszählung, die Ergebnisse werden im April erwartet. Von den Grünen gab es einen Ergänzungsantrag, den Radverkehr nach Möglichkeit getrennt vom Fußverkehr zu führen. Außerdem sollte auf der Pillnitzer Straße ein gemeinsamer Bus- und Radfahrstreifen eingerichtet werden. Auch sollte auf dem Hasenberg ein Abbiegen für den Radverkehr links in die Akademiestraße über die Furt ermöglicht werden. Der Änderungsantrag sorgte für viel Diskussion, vor allem auch darum, ob man Busse und Fahrräder auf einer Spur führen kann. Es kam dann zur punktweisen Abstimmung über den Änderungsantrag. Letztendlich kam die geänderte Fassung mit knapper Mehrheit durch.

Um 19:51 war die Sitzung dann zu Ende und somit kaum länger als die Februar-Sitzung.

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