Eine tote Ratte im Briefkasten ist eine eindeutige Drohung

Ein Portrait mit Dirk Hilbert und einem Sticker auf seinen Augen, auf dem Future steht.

Volle Solidarität mit dem FrauenBildungsHaus Dresden e.V.

Gestern hat der FrauenBildungsHaus Dresden e.V. auf seiner Website von einem Vorfall berichtet, der uns zutiefst erschüttert hat. Am Montagmorgen, den 27. Juli 2026, wurde im Briefkasten der Einrichtung eine tote Ratte gefunden.

„In Mafiafilmen ist es der Pferdekopf auf dem Kissen, in Dresden also die halb verweste tote Ratte mit aufgeschlitzter Kehle im Briefkasten – es ist einfach widerlich, wie dem FrauenBildungsHaus gedroht wurde! Volle Solidarität unsererseits für die engagierten Menschen, die sich täglich gegen patriarchale Gewalt und für offene Bildungsangebote und eine vielfältige Gesellschaft einsetzen. Wenn solche Angriffe geschehen, dürfen wir nicht schweigen, sondern müssen zusammen stehen“, verurteilt Stephanie Henkel, Stadtbezirksbeirätin der Piraten für Dresden Cotta, den Angriff auf den FrauenBildungsHaus e.V.

Manuel Wolf, Referent der Piraten – Volt – Die PARTEI – Kooperation im Stadtrat, ergänzt: „Das FBH ist eine Beratungsstelle, eine Begegnungsstätte und ein Ort der Bildung, längst nicht mehr nur für Frauen. Dass manche Menschen demgegenüber einen derart blinden Hass entwickeln, um so eine ekelhafte Tat zu vollführen, zeigt deutlich, warum die Arbeit des Vereins so wichtig ist und bleibt. Deshalb habe ich größten Respekt vor den engagierten Mitgliedern des FrauenBildungsHaus Dresden e.V., dass sie sich nicht unterkriegen lassen und ihre Arbeit unbeirrt fortführen.“

Henkel, die selbst gern die Angebote der Einrichtung wahrnimmt, schließt: „Erst vor einem Monat haben wir noch beim Sommerfest das 35-jährige Jubiläum des FrauenBildungsHauses gefeiert und jetzt holt uns alle die Realität wieder ein. Hass und Gewalttaten gegen FINTA* nehmen immer weiter zu, darauf weist auch das Bundeskriminalamt hin. Im Bereich der sogenannten „Politisch Motivierten Kriminalität“ etwa wurden im Jahr 2025 insgesamt 558 frauenfeindliche Straftaten polizeilich registriert, was einen Anstieg von 73,3 Prozent im Vergleich zu 2024 bedeutet. Hier muss politisch eingegriffen werden! Das heißt auch, Schutzräume und Einrichtungen wie den FrauenBildungsHaus e.V. zu unterstützen, statt hier immer wieder den Rotstift anzusetzen und Förderungen zu streichen.“

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