Gemeinsame Pressemitteilung der PIRATEN Dresden und der Jungen Piraten Sachsen zum 13. Februar in Dresden

Am 13. Februar versuchten Nazis wie schon in den vergangenen Jahren, die Gedenken an die Opfer der Bombardierung für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Tina Klembt, Antifaschismusbeauftragte der PIRATEN Sachsen und Stadtratskandidatin im Wahlkreis Neustadt, dazu: „Am Tag vor dem 13. Februar konnten Nazis dieses Jahr ungehindert durch die Dresdner Altstadt marschieren. Leider gab es nur ca. 1000 antifaschistische Gegendemonstranten. Im Gegensatz dazu haben sich heute deutlich mehr Menschen an der Menschenkette um die Altstadt beteiligt. Aktionen wie diese sind nicht mehr als Symbolpolitik und bürgerliche Augenwischerei. Wenn es darum geht, die Faschisten aktiv zu blockieren, wird bewusst weg geschaut.“

„Dass die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sich noch stolz mit offensichtlichen Nazis ablichten lässt ist ein Eklat! Ihr Engagement am Donnerstag war nur ein Schauspiel für die Medien. Tatsächlich werden durch aggressives Verhalten der Polizei und Justiz Antifaschisten Steine in den Weg gelegt.“, so Sebastian Beckert, Landessprecher der Jungen Piraten Sachsen.

Es bleibt zu hoffen, dass rechte Kräfte im nächsten Jahr weder am 12. noch am 13. Februar marschieren können. Die PIRATEN und die Jungen Piraten jedenfalls werden auch dann wieder da sein und blockieren. Immer. Überall.

5 Kommentare zu „Gemeinsame Pressemitteilung der PIRATEN Dresden und der Jungen Piraten Sachsen zum 13. Februar in Dresden“

  1. Wer missbraucht eigentllich den 13. Februar NICHT?
    Ich würde sagen: Nur die Toten!

    Die Piraten haben sich irgendwann einmal für die (Wahrung der) Grundrechte eingesetzt.

    Inzwischen stehen sie in meinen Augen für das Beschneiden der Grundrechte von Menschen, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nicht umsonst sind das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht, sich friedlich zu versammeln im Grundgesetz verankert.

    Statt auf eine starke Zivilgesellschaft zu setzen und als Individuum – unter Inkaufnahme von Strafen – den Arsch auf die Strafe zu setzen, bilden sich die Piraten als Partei ein, kollektiv GEGEN Grundrechte auf die Straße gehen zu müssen.

    Es soll also „nur“ Symbolpolitik sein, an der Menschenkette teilzunehmen?!

    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie das Blockieren einer friedlichen Demonstration dazu beitragen könnte, auch nur einen dieser „braunen Wirrköpfe“ von seiner Ideologie abzubringen. Stattdessen fröhnen einige Piraten einer anderen Ideologie, die ich für keinen Deut besser halte.

    Die Piraten wurden bzw. sind „unterwandert“ von vermeintlichen(!) Antifaschisten, die einen Dreck auf Gesetze und Rechtsstaatlichkeit geben.

    Unter anderem deshalb bin ich ausgetreten und bereue es keine Sekunde.

    Piraten? Klarmachen zum Kentern!

  2. Schon allein die Tatsache sich bei einer „Gedenkfeier“ mit „Fans“ ablichten zu lassen als Erinnerungsfoto finde ich sehr Fragwürdig! An ihrer Stelle hätte ich dies ganz gelassen und freundlich auf die nächste Veranstaltung hingewiesen, das man ja dann dort eines machen könnte.

  3. Nein in der PM weist ihr nicht auf ein Allgemeines Problem hin sondern nur auf den Eklat von gestern. Mit dieser gerade getätigten Argumentation klingt es plausibler, diese kommt aber in der PM nicht vor. So war es nur Effekthascherei die keiner aber wirklich keiner außer wir in unserer Filterbubble verwerten tun.

  4. es geht denke ich nicht explizit um dieses eine Foto. Es geht um die Tatsache, dass seit Jahren Nazis in der Menschenkette sind, die OB das auch weiß, es ihr und allen Beteligten aber egal ist. 11.000 Menschen waren gestern an der Menschenkette beteiligt, haben mit Nazis Händchen gehalten und sich wahrscheinlich dabei auch noch supertoll gefühlt. In dem Wort „Gedenken“ steckt das Wort „denken“, d.h. man setzt sich damit auseinander, warum man etwas tut. Dresdner Bürger denken tatsächlich, dass sie mit einer Menschenkette etwas gegen Naziaufmärsche tun können, anstatt sich dem friedlichen zivilen Ungehorsam des Bündnisses Dresden Nazifrei anzuschließen. Was dabei herauskommt, hat man am 12. Februar gesehen: 300 Rechte konnten fast ungehindert durch Dresden marschieren, weil nur etwa 1.000 Gegendemonstranten unterwegs waren, um sie daran zu hindern. Wir wollten mit diesem Beitrag also nicht die OB bloßstellen, sondern auf das grundsätzliche Problem aufmerksam machen. Wenn die Leute nur durch solch ein Foto aufmerksam werden, dann ist das so. Aber hoffentlich denken sie dann einmal darüber nach, wie sie nächstes Jahr den Opfern gedenken möchten und ob es nicht eine angemessenere Variante gibt als die Menschenkette. /sd

  5. Mal eine kleine Nachfrage zum Eklat – wusste Frau Orosz wer das ist? Ich vermute nicht. Von daher ist dies kein Eklat sonder ein einfacher Trick der Rechten wie sie ihn immer wieder versuchen und der halt ab und zu auch klappt. Schade das ihr versucht daraus Kapital zu schlagen anstatt aufzuklären. Und ja ich bin Pro Blokaden etc. und Pirat…Und mach das Anonym ausgründen…….

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