Kein Gedenken den Faschist*innen

77 Jahre liegt die Bombadierung Dresdens zurück. Viele Jahre sind es nun, in denen rechtsextreme Kräfte sich bemühen, die Geschichte zu verzerren und ihre faschistischen Ideologien mit grotesken Bildern zu untermalen. Auch 2022 werden sich Neonazis in Dresden versammeln, um den vermeintlichen Opfermythos der Stadt fortzuschreiben. In Anbetracht der Tatsache, dass Pegida, #NoAFD und Querdenken in weiten Teilen verschmolzen sind, kann also auch mit tatkräftiger Unterstützung zu rechnen sein. Verschwörungsmythen werden im großen Stil aufeinandertreffen und sich verbinden. Welchen menschenverachtenden Müll sie dabei zurücklassen? Wir wollen nicht, aber können es uns vorstellen.

Umso wichtiger, in diesem Jahr erneut ein Zeichen gegen den Faschismus und für Freiheit, Solidarität und Vielfalt zu setzten!
Es gilt denen zu gedenken, die Opfer der nationalsozialistischen Ideologie wurden und vor denen zu mahnen, die faschistische Gewalt, ob damals oder heute, verharmlosen und leugnen. So werden die damaligen Nazis zu Opfern eines Krieges umgedeutet, den sie selbst anzettelten. Eine Inszenierung, die auf Goebbels zurückgeht und sich durch die DDR bis in die gegenwärtige Mitte der Gesellschaft trägt. Dort können Rechtsextremist*innen anknüpfen. Und genau dort müssen Parteien, Organisationen und Zivilgesellschaft zuerst agieren, bevor es zu spät ist. Es ist nicht hinnehmbar, dass insbesondere die Stadt Dresden als eine etablierte Bühne des Rechtsextremismus fungiert.

Stellen wir uns den alten und neuen Nazis auch am 13. Februar 2022 in den Weg. Haltet eure Augen offen, beteiligt euch an Gegenprotesten und passt trotzdem auf euch auf. Kein Fußbreit dem Faschismus – jetzt nicht, morgen nicht, nie!

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